Biografie

Gerlint Böttcher ist auf vielen Konzertbühnen Europas, Amerikas und des Nahen Ostens tätig. Sie folgte Einladungen u.a. der Berliner Symphoniker, des Konzerthausorchesters Berlin, des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim, des Philharmonischen Staatsorchesters Halle, des Philharmonischen Orchesters Südwestfalen – Landesorchester Nordrheinwestfalen, des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt/Oder und der Jenaer Philharmonie unter Dirigenten wie Heribert Beissel, Russell N. Harris, Nicholas Milton, Francesco Corti und Stefanos Tsialis.

„Von atemberaubender Klasse und Dynamik“ sei ihr Spiel, von „zerbrechlicher Emotionalität“ und „von einer erregten Sensibilität“. „Gerlint Böttcher…darf von sich behaupten, einen eigenen Bartók-Ton gefunden zu haben…. Respekt einem Konservatorium, das solche Solisten hervorbringt“, schreibt Roman Hinke im Berliner Tagesspiegel über ihre Interpretation des dritten Klavierkonzerts von Béla Bartók mit dem Konzerthausorchester Berlin im Konzerthaus am Gendarmenmarkt.
Seit der Veröffentlichung ihrer CD „Vorisek-Schubert“ im Jahr 2010 bei ars musici gilt sie als Vorisek-Interpretin, die mit „blitzender Virtuosität den Rhapsodien einen unvergleichlichen Zauber verleiht“; „mit einer Empathie, die am Innersten rührt“.
„Es sind die Klänge und Ideen hinter den Noten, die bei Gerlint Böttcher zum Leben erweckt werden“, schreibt „klassik.com“.

Kürzlich sorgte sie für das musikalische Rahmenprogramm des TakeOff Award 2016 des Holiday Inn Berlin Airport. Sie gestaltete musikalisch eine Lesung mit Iris Berben und die Vorstellung der Angela-Merkel-Biografie „Die Zauderkünstlerin“ von Nicolaus Blome in Berlin. Am 9. November 2009 übernahm Gerlint Böttcher die musikalische Gestaltung der Verleihung des Europapreises der Deutschen Gesellschaft e.V. an Hans-Dietrich Genscher aus Anlass des 20. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer.

CD-Einspielungen mit Solowerken von Liszt, Mendelssohn, Ravel, Prokofjew, Vorisek und Schubert sind u.a. bei ars musici erschienen. Mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim entstanden Live-Aufnahmen der ersten Klavierkonzerte von Schostakowitsch und Beethoven und des zweiten Klavierkonzerts von Mendelssohn Bartholdy im Rahmen der Bad Homburger Schlosskonzerte und der Schlosskonzerte Königs Wusterhausen. Zahlreich sind die Produktionen und Live-Übertragungen nationaler und internationaler Fernseh- und Rundfunkanstalten.

So wurden ein Recital im Rahmen ihrer Konzerttournee durch den Libanon im Fernsehen sowie ihre Interpretation des ersten Klavierkonzerts von Schostakowitsch in Gera im Deutschlandradio übertragen. Dieser Auftritt wurde Thema der Fernsehdokumentation „Musik ohne Glamour“ des rbb, der sich mit den Hintergründen und der intensiven Vorbereitungsphase dieses Auftritts befasste und wird mittlerweile international ausgestrahlt.

Ein weiterer Höhepunkt ihrer künstlerischen Aktivitäten war die Einladung zum ersten „Deutsch-Russischen PianoArtFestival“ in Ryazan/Russland im Rahmen des Deutschlandjahres 2012/13 unter der Federführung des Goethe-Instituts. Hier spielte sie neben einem Solorecital auch das erste Klavierkonzert von Schostakowitsch als Solistin des Philharmonischen Orchesters Ryazan unter der Leitung von Sergey Oselkov.

Zu ihren Auszeichnungen zählen der erste Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb „Isola di Capri“/Italien; der zweite Preis beim Internationalen Musikwettbewerb in Tortona/Italien; ein Diplom beim Internationalen Klavierwettbewerb „Maria Canals“ in Barcelona/Spanien; eine Medaille und ein Diplom beim Internationalen Klavierwettbewerb in Cava de`Tirreni/Italien und die Förderung durch die Gotthard-Schierse-Stiftung Berlin.

Seit ihrem fünften Lebensjahr spielt Gerlint Böttcher Klavier, 15-jährig debütierte sie in ihrer Geburtsstadt Frankfurt/Oder als Solistin des Philharmonischen Orchesters mit dem Konzertstück f-Moll von Carl-Maria von Weber. Zugleich begann ihre Ausbildung an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler“ bei Prof. Renate Schorler. Ihr Studium beendete sie mit dem Konzertexamen mit „Auszeichnung“. Nachhaltig geprägt wurde sie durch die Professoren Georg Sava, Rudolf Kehrer, Bernard Ringeissen, György Sebok und Michael Wosskresensky.

In der Saison 2017/18 stehen neben zahlreichen solistischen Auftritten auch eine Konzerttournee durch den Libanon, eine Einladung zum Hohenloher Kultursommer und gemeinsame Auftritte mit dem Schauspieler Hans-Jürgen Schatz auf dem Programm.

Neben ihrer regen Konzerttätigkeit lehrt die Pianistin an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ und ist Mitinitiatorin und künstlerische Leiterin der Schlosskonzerte Königs Wusterhausen.