„In säuselnder Kühle beginnen die Spiele …“

Franz Liszt (1811-1886)
Années de Pèlerinage
Première Année: Suisse

Eine Konzertlesung mit Hans-Jürgen Schatz und Gerlint Böttcher

Von Franz Liszt (1811-1886) gibt es mehrere Klavierzyklen unter dem Titel “Années de Pèlerinage” (Pilgerjahre). Der erste Band ist der Schweiz (Suisse) gewidmet.

Franz Liszt lebte 1835/36 mit seiner Geliebten Marie d‘Agoult in der Schweiz. In neun Kompositionen für Klavier gibt er seine sehr persönlichen Gedanken und Erinnerungen an jene Zeit wieder.

Franz Liszt sah die Schweiz mit den Augen eines Romantikers. Inspiration verdankte er dem Versepos von George Gordon Noël Lord Byron (1788 – 1824) „Childe Harolds Pilgerfahrt“, dessen Helden der Autor im Vorwort zum 3. Band als „eine Ausprägung seiner selbst“ bezeichnet sowie dem Briefroman „Oberman“ von Etienne Pivert de Sénancour, dessen Protagonist Oberman eine Reise durch die Schweiz unternimmt und sich bei Betrachtung der Natur philosophischen Reflexionen hingibt. Aus beiden Werken sowie aus einem Gedicht von Friedrich Schiller stammen die Zitate, die Franz Liszt seinen Kompositionen zum Schweizer Pilgerjahr als eine Art Motto vorangestellt hat. Diese Zitate hat Hans-Jürgen Schatz auf den Ursprung zurückgeführt, die Striche in Teilen aufgemacht. Nahtlos vorgetragen, ergeben Musik und Text einen spannenden inneren / äußeren Monolog, der einen starken Sog entfaltet.

 

Musikfolge

Chapelle de Guillaume Tell

Au lac de Wallenstadt

Pastorale

Au bord d‘une source

Orage

Vallée d‘Obermann

Eglogue

Le mal du pays

Les cloches de Genève: Nocturne


Hans-Jürgen Schatz debütierte mit der Hauptrolle in dem Spielfilm „Flamme empor“. Seitdem wirkte er in zahlreichen Theaterinszenierungen sowie Kino- und Fernsehfilmen mit, darunter „Heimat“, „Der Fahnder“ und „Salto Postale“. Einen Ruf als exzellenter Rezitator erwarb er sich mit Texten von Erich Kästner, Jean Paul und Thomas Mann. Vielfach arbeitet er im Bereich der klassischen Musik, die ihn u.a. mit dem Klavierduo Katia und Marielle Labèque, dem Pianisten Alexander Schmalcz, dem Oboisten Christoph Hartmann, der Cembalistin Hedwig Bilgram, den Sängern Michaela Kaune, Claudia Barainsky, Daniel Behle, Andreas Schmidt, Peter Schreier und Roman Trekel sowie den Dirigenten Andrey Boreyko, Jeffrey Tate und Christian Thielemann zusammengeführt hat. Seine Interpretation von L.F. Baums „Der Zauberer von Oos“ für die Deutsche Grammophon wurde mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet, seine Einspielung der musikalischen Erzählung „Paddington Bärs erstes Konzert“ (mit den Hamburger Symphonikern) mit dem Deutschen Schallplattenpreis „ECHO Klassik“. Für sein vielfältiges gesellschaftliches Engagement wurde Schatz mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.

www.hans-juergen-schatz.de